Juni 2011: Berliner entwicklungspolitischer Wahlcheck

BER befragt die Parteien des Abgeordnetenhauses zu entwicklungspolitisch relevanten Themen auf Landesebene

Die über 80 im Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) zusammengeschlossenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) verleihen dem Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September eine globale Dimension. Sie haben die fünf Parteien zu ihren entwicklungspolitischen Vorhaben der nächsten Jahre befragt. Sie wünschen sich Klarheit, wofür sich die Berliner Parteien nach dem 18. September einsetzen werden.

>>>Mehr über den entwicklungspolitischen Wahlcheck in Berlin

Mai 2011: agl-Studie zu Migration, Diaspora und Entwicklung veröffentlicht

Bundesweite Umfrage unter fast 200 entwicklungspolitisch aktiven MDO

In Deutschland gibt es erhebliche ungenutzte Potenziale im Bereich Migration und Entwicklung. Hier setzt die vorliegende Studie der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke (agl) an und erläutert deskriptiv verschiedene Aspekte der Strukturen und des entwicklungspolitischen Engagements von Migran/innen- und Diasporaorganisationen (MDO). Vielen Akteuren in Politik, Verwaltung und Gesellschaft fehlen differenzierte Informationen über die Arbeitsweisen und -bedingungen, die Motivation und das Engagement von MDO. Und vielen entwicklungspolitisch aktiven MDO sind die Angebote der Eine Welt Landesnetzwerke nur wenig bekannt. Die Umfrage möchte diese Informationen als Anstoß für eine interkulturelle Öffnung entwicklungspolitischer Arbeit in Deutschland liefern.

>>>Studie: Auswertung der ersten bundesweiten Umfrage unter entwicklungspolitisch aktiven MDO (als pdf, 819 KB)

März 2011: Gute Noten für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Berlin

Evaluierung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Berlin im Jahr 2010

Die Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) hat die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Berlin evaluieren lassen. Der Bericht liegt nun vor. Analysiert wurden die Projektförderung, die institutionelle Förderung und das Gesamtsystem der entwicklungsbezogenen schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.

Neben Empfehlungen zu deren Optimierung, wurde die Funktions- und Leistungsfähigkeit des bestehenden Systems der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sehr positiv bewertet.

Neben der hohen Qualität der Arbeit der entwicklungspolitischen NRO, fällt vor allem ein Ergebnis auf: „Die Verdopplung der Mittel von 2009 auf 2010 auf nunmehr 500.000 Euro macht sich für das Land Berlin bezahlt. So konnten 2010 für jede 100 Euro LEZ-Förderung von den NRO weitere 190 Euro an Drittmittel gewonnen werden (von 2006-2009 im Schnitt nur 128), womit sich die Hebelwirkung der LEZ-Förderungen massiv verbessert hat.“ (Aus dem Evaluationsbericht)

Die 80 im Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag zusammengeschlossenen Gruppen fordern daher, dass auch im nächsten Doppelhaushalt 2012/13 jährlich mindestens 500.000 EUR vom Land für entwicklungspolitische Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

>>>Der Evaluationsbericht der LEZ (als pdf, 660KB)

10. Februar 2011: Vereinsgründung

Berlin Global Village: Ein neuer Verein hat sich aus dem BER heraus gegründet

Auf Initiative der im BER zusammengeschlossenen entwicklungspolitischen Gruppen wurde am 10. Februar 2011 der Verein Berlin Global Village von 19 Gründungsmitgliedern gegründet. Ziel ist die bessere Sichtbarkeit der entwicklungspolitischen Arbeit in Berlin und eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure. Der Verein unterstützt die BER-Initiative zur Realisierung eines lange überfälligen Eine-Welt-Zentrums in Berlin. Die Mitgliedschaft von Berlin Global Village ist vielfältig, sie reicht von kleinen ehrenamtlich tätigen Vereinen über größere Nichtregierungsorganisationen bis hin zu Dachverbänden wie dem Afrikarat und dem BER (Foto: Vorstand von Berlin Global Village).

>>>Die Vereinssatzung von Berlin Global Village
>>>Mehr über die BER-Initiative zur Gründung eines Eine-Welt-Zentrums in Berlin

Januar 2011: Neue Broschüre zur Wirkungsorientierung

Wirkt so. Handreichung zur Wirkungsorientierung und Antragstellung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit

BER und Stiftung Nord-Süd-Brücken haben eine Handreichung zur Antragstellung und Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit herausgegeben. Sie enthält einführende Texte, ein ausführliches Beispielantragsraster, Beispielanträge und Hilfestellungen zur Projektentwicklung bzw. Wirkungsorientierung. Die Handreichung soll kleinen Vereinen bei der wirkungsorientierten Projekt- und Antragsentwicklung behilflich sein.

Die Broschüre (Dezember 2010) hat 92 Seiten und enthält zahlreiche Farbabbildungen.

Bezug: E-Mail mit Name und Postadresse sowie gewünschter Anzahl an buero[ät]ber-ev.de senden. Schutzgebühr: 10 EUR zzgl. Versandkosten (Rechnung wird mitgeschickt)

>>>Zum Inhaltsverzeichnis
>>>Zum Vorwort des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags

November 2010: BER-Mitglieder erneuern Forderungskatalog an die Berliner Landespolitik

Globale Verantwortung vor Ort - Berlin entwickeln!

Die im BER organisierten 80 entwicklungspolitischen NRO haben im November 2010 ihren Forderungskatalog an die Landespolitik aktualisiert.

Landesentwicklungspolitik soll als Querschnittsaufgabe in allen relevanten Politikfeldern verankert werden. Der Berliner Senat soll seiner entwicklungspolitischen Verantwortung nachkommen und bei den Themen "Migration, Diaspora und Entwicklungszusammenarbeit", "Faires und zunkunftsfähiges Wirtschaften", "Klima- und Rossourcengerechtigkeit", "Globales Lernen" und "Verantwortlicher Umgang Berlins mit Kolonialismus und Rassismus" Konzepte und Praktiken entwickeln, die auf die Lösung lokaler wie globaler Probleme hinwirken.

Die Arbeit der Berliner NRO soll durch Unterstützung bei der Gründung eines Eine-Welt-Zentrums und durch die Einführung von Eine-Welt-Promotoren gestärkt werden. Der BER wird im Berliner Wahlkampf 2011 die Vorschläge und Arbeit aller Parteien kritisch begleiten.

>>>Die Forderungen sind hier im einzelnen dokumentiert.

Oktober 2010: Neuerscheinung: Anhang zur Broschüre "Von Trommlern und Helfern"

Checklisten zur Vermeidung von Rassismen in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit entwicklungspolitischer NRO reproduziert oft Stereotype und Rassismen. So werden Schwarze und People of Color im Nord-Süd-Kontext häufig als Objekte und Empfänger/innen von Hilfe oder Unterstützung dargestellt, Weiße dagegen als handelnde Subjekte und Expert/innen.

Um dem entgegenzuwirken, legt die AG Antirassismus des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags (BER) diese Checklisten vor, die Organisationen als Anregung und Denkanstoß für eine reflektiertere Arbeitsweise dienen und dazu beitragen sollen, rassistische Darstellungen in Bild und Text zu vermeiden.

Die Checklisten als pdf, 260 KB

September 2010: Berliner entwicklungspolitische NRO suchen gemeinsames Eine-Welt-Zentrum

BER-Initiative gestartet

Was in vielen deutschen Städten schon lange selbstverständlich ist, soll nun auch endlich in Berlin wahr werden: Die Realisierung eines Eine-Welt-Zentrums. Die entwicklungspolitische Arbeit in Berlin soll sichtbarer werden, die Vernetzung zunehmen und es soll noch mehr als bisher gemeinsam an aktuellen globalen und lokalen Fragestellungen gearbeitet werden. Die gemeinsame Arbeit wird das vielfältige entwicklungspolitische Engagement stärken und Berlins Bedeutung als weltoffene und multikulturelle Metropole unterstreichen.

Es entstehen neue kreative Ideen, neue gemeinsame Diskussionen und neue Formen der Kooperation. "Berlin Global Village" strebt inhaltlich und institutionell die Verknüpfung von Themenfeldern wie Umwelt und Entwicklung, Entwicklung und lokale soziale Fragestellungen, Entwicklung und Migration an.

>>>Der ganze Text zur Notwendigkeit eines Eine-Welt-Zentrums in Berlin

20. August: Pressemitteilung vom BER und der Senatsbildungsverwaltung

„Globales Lernen“ geht auch in diesem Schuljahr wieder an Berliner Schulen

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Berliner entwicklungspolitische Ratschlag haben auch im beginnenden Schuljahr 2010/2011 eine Liste veröffentlicht, mit der sie den Berliner Schulen 29 Nichtregierungsorganisationen (NRO), die Globales Lernen anbieten, zur Zusammenarbeit empfehlen. Damit stehen neben den bisherigen fünf weitere NRO auf der Empfehlungsliste.
„Wir empfehlen den Schulen kompetente und vertrauenswürdige Nichtregierungsorganisationen“, sagt Bildungssenator Zöllner. „Damit erleichtern wir den Schulen den Zugang zu Kompetenzen und Lehrinhalten, die zur Orientierung in einer globalisierten Welt hilfreich und von Bedeutung sind.“ Globales Lernen müsse stärker in den schulischen Alltag integriert werden, so Alexander Schudy, Geschäftsführer des Berliner entwicklungspolitischen Ratschlags, dem Verband der Berliner entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen: „Ich hoffe daher, dass die Schulen die Empfehlungsliste und die Angebote der NRO nutzen.“

>>>Die ganze Pressemitteilung
>>>Liste der empfohlenen NRO

17. Sept. 2009: Pressemitteilung des BER zum Tag der offenen Tür bei Humana

Geschlossene Tür bei Humana. 70 Berliner entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen kritisieren neue Niederlassung der Kleidersammelfirma

Die über 70 im Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) zusammengeschlossenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) lehnen die ihnen zugegangene Einladung von Humana zum Tag der offenen Tür ab: Am 21. September will Humana eine Kleidersortieranlage in Hoppegarten/ Berlin einweihen. Die NRO kritisieren, dass sich die Kleidersammelfirma als entwicklungspolitische Organisation darstellt, obwohl sie aus Sicht des BER nichts mit Entwicklungspolitik im seriösen Sinne zu tun hat.

„Wir wollen Humana in Berlin nicht haben“, sagt der Geschäftsführer des BER Alexander Schudy. „Unserer Meinung nach verfolgt Humana ein als Entwicklungshilfe getarntes Geschäftsmodell. Das schadet all jenen NRO, die sich in schwierigen Zeiten um Solidarität mit den Ärmsten bemühen.“

>>>Die ganze Pressemitteilung

August 2009: Vierte Auflage der Broschüre "Von Trommlern und Helfern"

Beiträge zu einer nicht-rassistischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit

Weder die entwicklungspolitische Theorie noch die Praxis ist frei von stereotypen Bildern und Rassismen. Wie ist das Verhältnis des „Gebers“ zum „Nehmer“, des „Helfers“ zum „Hilfsbedürftigen“, der „Entwickelten“ zu den „Unterentwickelten“? „Von Trommlern und Helfern“ nimmt in erster Linie die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Nichtregierungsorganisationen in den Blick.

Die Broschüre soll zum Nachdenken anregen und nicht Vorwürfe erheben oder sich mit dem moralischen Zeigefinger über die Praxis der vielen Engagierten stellen. Sie soll Lust machen, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, wie rassistische Strukturen sich auch in den eigenen Projekten widerspiegeln – und wie sie überwunden werden können!

>>>Zum Inhaltsverzeichnis


letzte Änderung: 7. Juni 2011 13:36