1. Sept.: Nationaler Friedenspreis der Stadt Aachen für den "Phoenix e.V. – Für eine Kultur der Verständigung"
Der BER gratuliert seinem Kooperationspartner
„Der Aachener Friedenspreis hält die Arbeit von Phoenix e.V. für äußerst notwendig, da Rassismus einer der weitgehend unaufgearbeiteten konstitutiven Faktoren der gesellschaftlichen Realität in Deutschland und Europa ist. Mit der Preisverleihung an Phoenix e.V. will der Aachener Friedenspreis mit dazu beitragen, dass der Rassismus aus der Tabuzone befreit wird,” so das Komitee des Friedenspreises.
Die Mitglieder des BER freuen sich über diese Entscheidung: Sie haben in Antirassismus-Trainings mit Phoenix begonnen, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und damit ihr entwicklungspolitisches Handeln zu reflektieren.
>>>Zur Website von Phoenix e.V.
20. Aug. Pressemitteilung vom BER und der Senatsbildungsverwaltung
„Globales Lernen“ geht auch in diesem Schuljahr wieder an Berliner Schulen
Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Berliner entwicklungspolitische Ratschlag haben auch im beginnenden Schuljahr 2010/2011 eine Liste veröffentlicht, mit der sie den Berliner Schulen 29 Nichtregierungsorganisationen (NRO), die Globales Lernen anbieten, zur Zusammenarbeit empfehlen. Damit stehen neben den bisherigen fünf weitere NRO auf der Empfehlungsliste.
„Wir empfehlen den Schulen kompetente und vertrauenswürdige Nichtregierungsorganisationen“, sagt Bildungssenator Zöllner. „Damit erleichtern wir den Schulen den Zugang zu Kompetenzen und Lehrinhalten, die zur Orientierung in einer globalisierten Welt hilfreich und von Bedeutung sind.“ Globales Lernen müsse stärker in den schulischen Alltag integriert werden, so Alexander Schudy, Geschäftsführer des Berliner entwicklungspolitischen Ratschlags, dem Verband der Berliner entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen: „Ich hoffe daher, dass die Schulen die Empfehlungsliste und die Angebote der NRO nutzen.“
>>>Die ganze Pressemitteilung
>>>Liste der empfohlenen NRO
20. bis 24. Sept.: Berliner Abgeordnete essen fair
BER-Aktion im Abgeordnetenhaus im Rahmen der Fairen Woche
Die Berliner Abgeordneten und ihre Mitarbeiter/innen gehen fair ins Parlament: In der Kantine des Abgeordnetenhauses essen sie eine Woche lang Gerichte, die mit fair gehandelten Zutaten zubereitet sind.
Mit dieser Aktion im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche machen der BER, der Fairhandels-Importeur gepa und der Kantinen und Konferenzservice (KuK) des Abgeordnetenhauses auf die Chancen des Fairen Handels aufmerksam: Er unterstützt Produzent/innen in den Ländern des Südens und hiesige Konsument/innen verantwortungsvoll einzukaufen.
Der BER fordert die Abgeordneten auf, sich dafür einzusetzen, dass das Land Berlin in seinem Einkaufsverhalten als Vorbild fungiert und vorzugsweise fair gehandelte Produkte kauft.
Die Kantine des Abgeordnetenhauses ist offen für alle.
>>> Argumente für den Fairen Handel in Berlin
>>>Zur Website der Fairen Woche (13. bis 26. Sept.)
>>>Speiseplan und Öffnungszeiten der Kantine des Abgeordnetenhauses
20. Sept.: Tagung in Berlin zur "FAIRgabe auf Landesebene"
Umsetzung und Kontrolle einer sozial-ökologischen FAIRgabe
Die neuen Vergabegesetze in Berlin und Bremen zeigen, dass neben Tariftreue-Regelungen und ergänzenden Mindestlöhnen auch ökologische Kriterien sowie die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der
Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berücksichtigt werden können.
Die Fachtagung richtet die Aufmerksamkeit auf die politischen Entscheidungsprozesse auf Bundesländerebene.
Die Tagung wird vom CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung in Kooperation mit dem BER und anderen Landesnetzwerken durchgeführt.
>>>Das Tagungsprogramm als pdf
Juli: Straßenumbenennungen im „Afrikanischen Viertel“ in Berlin Wedding
Ausstellung „freedom roads! koloniale straßennamen | postkoloniale erinnerungskultur“
Die in Berlin Mitte regierende SPD will im „Afrikanischen Viertel“ in Wedding ein „umfassendes Erinnerungskonzept“ an den deutschen Kolonialismus verwirklichen.
Die 80 im BER zusammengeschlossenen entwicklungspolitischen Gruppen fordern u.a. die Umbenennung von Nachtigalplatz, Lüderitzstraße und Petersallee – Die drei nach den „Begründern“ der deutschen Kolonien in Afrika benannten Straßen sollen in Zukunft Afrikaner/innen aus dem antikolonialen Widerstand ehren.
Vom 28. August bis 8. Oktober gastiert die Wanderausstellung „freedom roads! koloniale straßennamen | postkoloniale erinnerungskultur“ im August Bebel-Institut in Wedding. Sie greift die aktuelle Debatte auf und erinnert an den langen Weg Ghanas und der ehemaligen deutschen Kolonien Namibia, Tansania, Togo und Kamerun von der Kolonisierung über den Widerstand bis zu ihrer Befreiung.
>>>Website der Ausstellung „freedom roads“
>>>Pressemitteilung der SPD-Mitte vom 10. Juni 2010 zum „umfassenden Erinnerungskonzept an den deutschen Kolonialismus im Afrikanischen Viertel in Wedding“
>>>Umbenennung des Kreuzberger Gröbenufers in May Ayim-Ufer im Feb. 2010
Mai: Neuerscheinung der Broschüre "Praxishilfe Recht und Finanzwesen für NRO"
Standardwerk für verwaltungstechnische Anforderungen an NRO
Finanzbuchhaltung, Personalverwaltung, Antragstellung... Bei der Arbeit in Vereinen und NRO ist eine Vielzahl verwaltungstechnischer und rechtlicher Regelungen zu beachten.
Die Broschüre „Rechtliche Grundlagen und Finanzwesen für die Arbeit von Nichtregierungs-Organisationen" hilft als leicht verständlicher Praxisleitfaden dabei, den Überblick zu behalten. Die zweite, überarbeitete Auflage können Sie ab jetzt bei uns bestellen.
>>>Vorwort und Bestellmöglichkeit
19. März: Pressemitteilung von BER und weiteren NRO: Lügenfritz vom Schild
Berliner Lüderitzstraße soll umbenannt werden
Zum anstehenden 20. Jubiläum der Unabhängigkeit Namibias am 21. März 2010 fordert unser zivilgesellschaftliches Bündnis die Umbenennung der Lüderitzstraße in Berlin-Mitte (Wedding).
Die Straße wurde 1902 nach Adolf Lüderitz, dem „Begründer“ der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“, benannt. Wir greifen dabei die Empfehlungen vorhergehender Initiativen und des Kampagnenbündnisses „125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen“ auf, die sich entschieden gegen eine weitere Ehrung von Kolonialpionieren und -verbrechern in deutschen Straßennamen ausgesprochen haben.
>>>Die ganze Pressemitteilung
>>>Zum Dossier "Straßennamen mit Bezügen zum Kolonialismus in Berlin" (als pdf)
27. Feb.: Endlich - Gröben heißt jetzt May Ayim
Festakt zur Umbenennung des Gröbenufers in May Ayim-Ufer
Die kleine Straße Gröbenufer in Berlin-Kreuzberg wurde am 27. Februar in May Ayim-Ufer umbenannt.
„Zum ersten Mal in Deutschland wurde der Name eines Akteurs des Kolonialismus auf einem Straßenschild ersetzt durch den Namen einer Person, die sich kritisch mit Kolonialismus und Rassismus auseinandergesetzt und gegen deren Folgen gekämpft hat,“ so Armin Massing vom BER.
>>>Rede von Armin Massing (BER) beim Festakt
>>>Fotos von der Umbenennung und dem Festakt
>>>Kampf um Deutungshoheit - Kommentar im INKOTA-Brief
11. Dez. 2009: Pressemitteilung des BER zur Erhöhung der Projektmittel für entwicklungspolitische NRO im Berliner Haushalt
Nicht gespart – an der richtigen Stelle: Projektmittel für entwicklungspolitische NRO im Berliner Haushalt erhöht
Nach langen Jahren der Stagnation und Kürzungen hat die rot-rote Regierungskoaltion heute im Doppelhaushalt 2010/11 eine Erhöhung der Mittel für entwicklungspolitische Projekte auf 500.000 EUR jährlich beschlossen. Die 75 im Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) zusammengeschlossenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) begrüßen dieses Bekenntnis zum Politikfeld Landesentwicklungspolitik.
Berlin hat eine lebendige entwicklungspolitische Szene: Sie prägt maßgeblich den weltoffenen Charakter Berlins – mit Bildungs- und Kulturveranstaltungen füllen die NRO das Image Berlins als Weltmetropole mit Leben. Umgekehrt tragen sie mit Städtepartnerschaften, Entwicklungsprojekten und Kooperationen den „Berliner spirit“ in die weite Welt. Diese Arbeit wird jedoch überwiegend ehrenamtlich geleistet.
Dass es so nicht weiter gehen könne, habe nun auch der Senat verstanden, sagt Alexander Schudy, Geschäftsführer des BER: „Zahlreiche NRO sind mit Angeboten des Globalen Lernens an Berliner Schulen. Wer Qualität erwartet, muss auch die nötigen Mittel dafür bereitstellen.“
Mit den Mitteln werden Projekte gefördert, eine kontinuierliche Personalförderung bleibt aber weiterhin unmöglich. „Das kann der Senat in einem weiteren Schritt ändern. Berlin sollte sich an dem Eine-Welt-Promotoren-Programm beteiligen“, so Schudy. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher NRO (VENRO) und die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetze (agl), in denen der BER Mitglied ist, koordinieren das bundesweite Programm nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens. Bund und Länder finanzieren dabei anteilig ein flächendeckendes Netz von Eine-Welt-Promotoren, die die entwicklungspolitischen Aktivitäten thematisch bündeln und vernetzen. Ein Promotor für den Fairen Handel zum Beispiel wäre auch für den Senat zentraler Ansprechpartner in Sachen fairer öffentlicher Beschaffung. Auch diese Beratungsleistung wird momentan fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet.
17. Sept.: Pressemitteilung des BER zum Tag der offenen Tür bei Humana
Geschlossene Tür bei Humana. 70 Berliner entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen kritisieren neue Niederlassung der Kleidersammelfirma
Die über 70 im Berliner entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) zusammengeschlossenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) lehnen die ihnen zugegangene Einladung von Humana zum Tag der offenen Tür ab: Am 21. September will Humana eine Kleidersortieranlage in Hoppegarten/ Berlin einweihen. Die NRO kritisieren, dass sich die Kleidersammelfirma als entwicklungspolitische Organisation darstellt, obwohl sie aus Sicht des BER nichts mit Entwicklungspolitik im seriösen Sinne zu tun hat.
„Wir wollen Humana in Berlin nicht haben“, sagt der Geschäftsführer des BER Alexander Schudy. „Unserer Meinung nach verfolgt Humana ein als Entwicklungshilfe getarntes Geschäftsmodell. Das schadet all jenen NRO, die sich in schwierigen Zeiten um Solidarität mit den Ärmsten bemühen.“
>>>Die ganze Pressemitteilung
April 2009: BER-Mitglieder erneuern Forderungskatalog an die Berliner Landespolitik
Berlin als weltoffene Stadt
Die im BER organisierten über 70 entwicklungspolitischen NRO haben im April 2009 ihren Forderungskatalog an die Landespolitik aktualisiert.
Bei den Themen "Steuerung der Landesentwicklungspolitik", "Globales Lernen", "Faires und nachhaltiges Wirtschaften", "Klimagerechtigkeit" und zur Verantwortung Berlins für das Erbe der Kolonialzeit soll der Berliner Senat seiner entwicklungspolitischen Verantwortung nachkommen.
Insbesondere die finanzielle Förderung der Berliner NRO soll im nächsten Berliner Haushalt mindestens verdoppelt werden. Neu sind zudem konkrete Forderungen zum Thema Klimagerechtigkeit.
>>>Die Forderungen sind hier im einzelnen dokumentiert.
Februar 2009: Dritte Auflage der Broschüre "Von Trommlern und Helfern"
Beiträge zu einer nicht-rassistischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit
Weder die entwicklungspolitische Theorie noch die Praxis ist frei von stereotypen Bildern und Rassismen. Wie ist das Verhältnis des „Gebers“ zum „Nehmer“, des „Helfers“ zum „Hilfsbedürftigen“, der „Entwickelten“ zu den „Unterentwickelten“? „Von Trommlern und Helfern“ nimmt in erster Linie die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Nichtregierungsorganisationen in den Blick.
Die Broschüre soll zum Nachdenken anregen und nicht Vorwürfe erheben oder sich mit dem moralischen Zeigefinger über die Praxis der vielen Engagierten stellen. Sie soll Lust machen, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, wie rassistische Strukturen sich auch in den eigenen Projekten widerspiegeln – und wie sie überwunden werden können!
>>>Zum Inhaltsverzeichnis
letzte Änderung: 29. August 2010 3:17

Neuestes BER-Mitglied: Nkul Beti

Mai 2010: Faire Woche vom 13. - 26. Sept.

Sept. 2010: Inkota-Brief 153 zu Gemeingütern


Warnende Graffitis auf Berliner HUMANA-Containern

Mai 2010: Praxishilfe Recht und Finanzwesen für NRO

Studie zu Kommunalen Partnerschaften und Nachhaltigkeit

Antirassismus-Broschüre (3. Auflage, Februar 2009) hier bestellen