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Afghanistan-Komitee für Frieden, Wiederaufbau und Kultur e.V.

Afghanistan nach 2014

die Diskussion um Afghanistan in Deutschland und den anderen Ländern, die an der ISAF-Mission teilnehmen, ist stark von der Erwartung der jeweiligen Bevölkerung bestimmt, nach 10 Jahren Truppeneinsatz und einem insgesamt unbefriedigenden Ergebnis einen möglichst raschen Rückzug der eigenen Soldaten herbei zu führen. Die Bedingungen für einen solchen Rückzug, vor allem die Zukunft der Menschen in Afghanistan treten dabei immer mehr in den Hintergrund.


Wann 30.06.2012
von 09:30 bis 18:00
Wo Haus der Demokratie und Menschenrechte - Robert-Havemann-Saal
Name
Kontakttelefon 030 - 394 53 73
Termin übernehmen vCal
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Mit dem Abzug der ISAF-Truppen ist nicht nur die Finanzierung der nationalen afghanischen Armee und Polizei, die jetzt die Sicherheitsverantwortung übernehmen soll, sondern auch ein wesentlicher Teil der Finanzierung des zivilen Wiederaufbaus in Frage gestellt, da auch die von den Truppenstellerstaaten finanzierten Regionalen Wiederaufbauteams aufgelöst werden.

Dem Neuaufbau von Armee- und Polizeieinheiten stehen die Probleme der mangelnden Ausbildung und Bezahlung und die unausgewogene Repräsentanz der einzelnen ethnischen Gruppen, vor allem die des Mehrheitsstamms der Paschtunen in den Sicherheitsorganen gegenüber.

Die durch Korruption und Staatsversagen beeinträchtigte Legitimität der von den Warlords dominierten derzeitigen Regierung und die fehlenden Perspektiven einer Aussöhnung zwischen den Kriegsgegnern.

Die Vernachlässigung des Potentials zivilgesellschaftlicher Gruppen gegenüber den bewaffneten politischen Akteuren bildet eine ungünstige Ausgangssituation für eine nachhaltige Entwicklung des Landes nach dem Abzug der ISAF-Truppen.


Das Afghanistan-Komitee für Frieden, Wiederaufbau und Kultur will in diesem Workshop mit Vertreter/Innen von Nichtregierungsorganisationen aus dem Land selbst und aus dem Exil sowie prominente Einzelpersonen aus Afghanistan, Frankreich und den USA Konzepte für mögliche Beiträge der afghanischen Zivilgesellschaft zur Bewältigung dieser komplexen „Nachkonfliktsituation“ erarbeiten. Folgende Themen sind vorgesehen: 

  • Afghanistan nach 2014
  • Risiken und Chancen für die Entwicklung Afghanistans nach dem Abzug der ISAF-Truppen
  • Zukunftsdialog der afghanischen Zivilgesellschaft im Exil

Ort:                        Haus der Demokratie und Menschenrechte -                              Robert-Havemann-Saal

                              Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

     Datum:              30. Juni 2012, 09.30 – 18.00 Uhr

     Sprachen:         Deutsch, Paschtu mit Übersetzung

 

Teilnahmegebühren (inklusive Getränke und Mittagessen):
EUR   5,00            für Afghanistan-Komitee-Mitglieder und Studenten
EUR 10,00            für Nichtmitglieder

Eine Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis spätestens 15.06.2012 an Afghanistan-Komitee erbeten.

E-Mail: rahimsafiqt-online.de

Wir würden uns sehr freuen, Sie am 30. Juni 2012 im Haus der Demokratie in Berlin begrüßen zu dürfen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Team des  Afghanistan-Komitees

erstellt von Afghanistan-Komitee für Frieden, Wiederaufbau und Kultur e.V. zuletzt verändert: 14.05.2012 00:58
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER e.V.)
http://ber-ev.de